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Windows 2000 / 2003 Migrations-Projekt
Active Directory Grundlagen
Das Active Directory (AD) definiert und ordnet alle Elemente des Netzwerks. Physikalische
Komponenten, User Accounts, Programme und Daten befinden sich in einer einzigen
hierarchische Datenbank. Regeln und Verknüpfungen lassen sich durch die Verwendung
von Organisational Units (OUs), Zugriffsrechten und Trusts einfach und flexibel
erstellen.
Active Directory im Vergleich mit dem NT Domain Modell
Das Windows NT Domain Modell beinhaltet Primary Domain Controller (PDCs) und Backup
Domain Controller (BDCs); der PDC arbeitet als Master Server, während die
BDCs diesem untergeordnet sind. Die Verkabelung und die physikalischen Strukturen
mussten an das NT Domain Modell angepasst werden.
Windows 2000/2003 benutzt dagegen ein verteiltes Multi-Master Verfahren bei den
Domain Controllern. Die Aufgaben von NT PDCs können im AD einfach auf mehrere
Server verteilt werden; die DC - Replikation kann an die vorhandenen physikalischen
Strukturen angepasst werden. Die Netzwerk-Struktur ist ausgerichtet am DNS Namensraum,
der wesentlich flexibler ist als die Namenskonventionen des NT Modells.
Active Directory Komponenten
- Forest
- Tree
- Domain
- Organizational Unit (OU)
- Objekt
Forests und Trees
Ein Tree ist eine hierarchische Anordnung von Domains in einem fortlaufenden
Namensraum ( z.B. HQ.LOCAL als Stamm Domain und RES.HQ.LOCAL als untergeordnete
Domain). der Name des Trees ist der Name der Stamm Domain, im vorliegendem
Beispiel HQ.LOCAL. Alle Domains in einem Tree haben einen zweiseitigen transitiven
Trust zwischen übergeordneter und untergeordneter Domain.
Ein Forest ist Gruppierung von Domain Trees entweder in einem fortlaufenden
oder unabhängigen Namensraum. Die erste Domain in einem Forest ist
die Forest Wurzel, die weder unbenannt noch entfernt werden kann. Der Name
des Forest ist gleich dem ersten Tree im Forest. Im Forest
existieren zweiseitige transitive Trusts zwischen allen Stamm Domainen aller Trees.
Wenn irgend möglich, sollte vermieden werden, mehr als einen Forest
in einem Unternehmen zu implementieren, speziell wenn vorgesehen ist, Exchange
2000/2003 einzusetzen, da eine "Exchange 2000 Organisation" identisch
mit einem Forest ist. Es ist nicht möglich, diese auf mehrere Forests
auszudehnen.
Domains
AD Domains sind durch einen DNS Namen beschrieben - außerdem besitzen
Sie noch einen NetBIOS Namen, genau wie NT Domains.
All Domains in einem Forest haben folgendes gemeinsam:
- Schema - die formale Definition aller Objekte, deren Eigenschaften und
Beziehungen;
- Global Catalog (GC) - teilweise Replikation aller Objekte im Forest;
- Konfiguration - Unternehmsweite Konfigurations-Informationen inkl. Standorte
und Netzwerk-Dienste (z.B. Exchange)
Organizational Unit (OU)
OUs bilden in Domainen eine besonders nützliche Art von Verzeichnisobjekten.
OUs sind Active Directory-Container, denen Sie Benutzer, Gruppen, Computer und
andere OUs hinzufügen können. Auch Objekte aus anderen Domains können
in einer OU enthalten sein.
Eine OU stellt den kleinsten Bereich oder die kleinste
Einheit dar, der Gruppenrichtlinieneinstellungen (GPOs) zugewiesen oder an die
Administratorrechte delegiert werden können. Mit Hilfe von OUs können
Sie innerhalb einer Domain Container erstellen, die die administrativen Strukturen
innerhalb Ihrer Organisation widerspiegeln. Die beste Übersetzung ins Deutsche
lautet daher "Administrative Einheit".
Gründe zur Benutzung von Administrativen Einheiten (OUs):
- Schema - die formale Definition aller Objekte, deren Eigenschaften und
Beziehungen;
- Global Catalog (GC) - teilweise Replikation aller Objekte im Forest;
- Konfiguration - Unternehmsweite Konfigurations-Informationen inkl. Standorte
und Netzwerk-Dienste (z.B. Exchange)
Empfehlungen für OUs:
- Top-Level OUs sollten innerhalb eines Unternehmens (=Forest) standardisiert
werden.
- Maximale 10 OUs Schachtelungstiefe.
- Der Replikationsaufwand steigt mit der Anzahl und Schachtelungstiefe der
OUs.
- Die Delegation von administrativen Rechten sollte stets auf der OU Ebene
und nicht auf der Objekt Ebene stattfinden.
- Erzeugen Sie keine OU Struktur nur um der Strukturen Willen: Die OU Struktur
sollte ausschließlich am Nutzen ausgerichtet werden und selbsterklärend
sein.
- Beim Anlegen einer OU beantworten Sie stets folgende Fragen:
- Wer soll die OU administrieren?
- Wofür soll die OU verwendet werden?
- keep IT simple!
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