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Windows 2000 / 2003 Migrations-Projekt
Phase 1: Vorbereitung und Planung
Wie in jeder guten Projektplanung sollten schon vor Projektbeginn die durchzuführenden Arbeiten grob erfasst und abgeschätzt werden. Diese Informationen bilden dann die Grundlage für die Erstellung der Unterlagen zur Projektgenehmigung durch das Management.
Diese Phase besteht aus:
1.1 Vorstudien und vorbereitende Planung zum Projektantrag
1.2 Abschätzung der Projektaufwände
1.3 Erstellung des Projektplanes und der Projektdokumentation
1.4 Durchführung der Projektgenehmigung
1.5 Schulungen der Projektmitarbeiter
1.1 Vorstudien und vorbereitende Planung
Wenn nicht alle Informationen vorhanden sind, z.B. bezüglich Hardware- / Softwarekompatibilität, Strategien zur Adressvergabe oder Absicherung, müssen gegebenenfalls noch Vorstudien durchgeführt werden.
In durchgeführten Projekten haben wir folgende Erfahrungen gemacht:
Vorstudie Migrationsweg: Entscheidung
für eine Alternative
- Direkte Migration (In-Place Migration)
- Neu-Installation von Windows 2000 (Restrukturierung)
- In-Place Migration mit anschließender Restrukturierung
Vorstudie DNS Design und Klärung
der Verantwortlichkeiten
Vorstudie Produktauswahl: Installation per Microsoft Installer (MSI)
Vorstudie Projektkosten
- Internationale Informationsgewinnung
- Erstellung eines Grobkonzeptes (10 - 20 Seiten)
Die Aufwände für Vorstudien und Dokumentation variieren naturgemäß für jedes Unternehmen.
Oft verlangt das Management im Rahmen der Projektgenehmigung noch Entscheidungstabellen für größere Investitionen. Erfahrungen haben wir unter anderem mit folgenden Entscheidungen gesammelt:
- Windows NT 4 vs. Windows 2000 vs. Windows - XP vs. LINUX;
- Office 2000 vs. Office XP vs. StarOffice;
- Installationstool;
- Asset Management Tool.
1.2 Abschätzung der Projektkosten
Um zu einer guten Abschätzung der Projektkosten zu kommen, sollte ein grober Projektplan vorhanden sein, der das Projekt bereits in grobe Meilensteine gliedert. Ist dies nicht möglich, sollte ein Vorprojekt durchgeführt werden.
Voraussetzung für jede Planung sind Entscheidungen (oder zumindest Absichtserklärungen!) für die Vorgehensweisen, die schon in den Vorstudien (siehe oben) angedeutet wurden.
Resultierend ergeben sich z.B. mögliche Meilensteine, anhand derer eine Aufwandsschätzung vorgenommen werden kann.
In der Regel werden sich die anzusetzenden Aufwände im Bereich der Aufwände für die Migration von Windows 3.11/95/98 auf Windows NT 4.0 bewegen.
Technisch am aufwändigsten ist die Integration einer bereits vorhandenen Exchange 5.5 Umgebung über Exchange 2000 in die ADS: zwei Systeme mit unterschiedlichen Daten müssen integriert werden. Übrigens fallen diese Aufwände nicht an, wenn Sie Lotus Notes einsetzen: Eine Integration in die ADS ist auf absehbare Zeit nicht vorgesehen.
Bitte planen Sie entsprechende Aufwände ein.
Höher ist indessen der organisatorische Aufwand, der mit der Migration der Benutzerverwaltung von Windows NT 4.0 Domains in Richtung Active Directory verbunden ist: Entscheidungen zur Homogenisierung mit Systemen zum Ressourcenmanagement, z.B. Personalwesen, Asset Management, SAP nehmen zwar wenig Zeit ein, benötigen in der Regel aber lange Laufzeiten.
Sehr viel Zeit und Energie nehmen erfahrungsgemäß auch alle international übergreifenden Abstimmungsprozesse ein. Bitte planen Sie auch hier entsprechende Laufzeiten ein - dabei sollten Sie eher in Wochen als in Tagen kalkulieren.
1.3 Erstellung des Projektplanes
Basierend auf den Meilensteinen kann nun ein erster, grober Projektplan aufgestellt werden, der für die Projektgenehmigung ausreichend ist. Dabei war es in der Vergangenheit immer sinnvoll Termine und Zeiträume relativ zum Projektbeginn anzugeben: Verschiebungen sind später einfach umzusetzen, nur Feiertage und Ferien müssen dann noch eingearbeitet werden. Ebenfalls sinnvoll ist es, schon jetzt mit der Erstellung von Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Meilensteinen zu beginnen. Sie müssen später noch detailliert ausgearbeitet und verfeinert werden (und man macht es dann wenigstens).
1.4 Durchführung der Projektgenehmigung
An dieser Stelle Interna der fiktiven Mustermann AG über Abläufe und Vorgehensweisen zu geben, ist sicher nicht sinnvoll. Wir wollen hier nur zwei Hinweise erwähnen:
Das Management tendiert dazu, gut ausgearbeitete und dokumentierte Projekte schneller zu genehmigen. Das sollte sich auch in der Präsentation widerspiegeln. Nehmen Sie doch einfach die gesamte Dokumentation mit… Planen Sie Reserven ein, und weisen Sie diese NICHT aus. Verhandeln Sie nicht über Kosten oder Dauer: Wenn gut vorbereitet wurde, kann man zu den Zahlen stehen und kommt später nicht in Bedrängnis. Eine Projektgenehmigung ist kein Viehmarkt mit Kuhhandel!
1.5 Schulungen der Projektmitarbeiter
Ein Projekt mit neuer Technik in dieser Größenordnung kann nur mit Know-how erfolgreich begonnen und zuende geführt werden. Der Bedarf an fundiertem Know-how beginnt - wie Sie beim Lesen dieses Dokumentes bemerkt haben - bereits in der Planungsphase des Projektes. Benötigte Aufwände können nur abgeschätzt werden, wenn der Realisierungsrahmen wenigstens grob abgesteckt wurde. Um dies tun zu können muss das IT Team u.a. mit den folgenden Begriffen umgehen können: (ohne Wertigkeit und Anspruch auf Vollständigkeit)
- RIS - Remote Installation Service: Voraussetzungen, Funktionsweise, Limits;
- RSM - Removable Storage Manager: Einsatzgebiete;
- RSS - Remote Storage Service: Einsatzgebiete, Potenzial;
- IPsec - VPN unter Windows 2000 aufsetzen und neues Protokoll;
- QoS - Quality of Service;
- Disk Quotas - Einsatzmöglichkeiten und Limitierungen;
- KERBEROS - Grundlage der Sicherheit unter Windows 2000;
- MSI - Möglichkeiten und Grenzen der Software-Verteilung per GPO.
Wir schulen diese Inhalte natürlich auch bei Ihnen im Haus, speziell auf Ihr Projekt abgestimmt.
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