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Herausforderung Inventarisierung
Anwenderbericht:
Die Inventarisierung von Hard- und Software ist keine triviale
Aufgabe, insbesondere bei heterogenen Umgebungen und auf viele
Standorte verteilte Unternehmen. Die in über 70 Ländern
aktive Rohde & Schwarz GmbH hat ihr altes Inventarisierungssystem
durch ein flexibleres ersetzt, das sich bereits im ersten Jahr
bezahlt machte.
Für ein effizientes Management der Client-PCs im Unternehmen ist es unerlässlich,
genau zu wissen, welche Komponenten jeder einzelne PC hat und
welche Software darauf läuft. Diese Informationen sammelt
und konsolidiert ein Inventarisierungssystem. Das bei Rohde
& Schwarz bisher eingesetzte System war allerdings zu wenig
flexibel und konnte nur einen Teil der Anforderungen des Unternehmens
abdecken.
Anforderungskatalog
Für die Beschaffung einer neuen Inventarisierungslösung stellte die
für das Client-Management zuständige Abteilung einen
umfangreichen Anforderungskatalog zusammen. Primäres Ziel
für Rohde & Schwarz war es, eine weltweit einheitlich
strukturierte Datenbasis für Hard- und Software-Inventarisierungen
zu erhalten. Zum einen soll diese Datenbasis den Einkauf und
das Rollout der Hard- und Software besser planbar machen. Zum
zweiten sollen die Daten dem technischen Support helfen, schnell
einen Überblick über einen speziellen Rechner zu erhalten.
Ferner müssen die Daten den Verantwortlichen in den Kostenstellen
bei der Planung von IT-Budgets und den Verantwortlichen für
die Software bei der Lizenzkontrolle unterstützen. Die
Lösung muss sowohl in einem Novell- als auch in einem Microsoft-Netzwerk
einsatzfähig sein und soll im ersten Schritt Windows-Rechner
erfassen. Zudem soll die Integration von Linux, Unix und DOS
möglich sein.
Auch eine Reihe von technische Voraussetzungen musste die Lösung erfüllen.
So soll der Inventar-Scanner nicht lokal auf dem Rechner laufen
müssen, sondern remote oder per Login-Script agieren. Außerdem
darf der Einsatz eines IIS- oder SQL-Servers den einzelnen Standorten
keine zwingende Voraussetzung sein – damit schied schon
eine ganze Reihe von Lösungen aus. Darüber hinaus
soll die Datenbank zyklisch aktualisiert werden, wobei die ermittelten
Daten strukturiert angezeigt werden sollen. Eine weitere Anforderung
ist eine Schnittstelle zu den Datensätzen, so dass die
Lösung mit einer erweiterten Lizenzverwaltung oder einem
IT-Accounting-System ausgebaut werden kann.
Eine weitere Besonderheit sollte die Lösung ebenso unterstützen: Rohde
& Schwarz setzt in vielen Bereichen Multiboot-Systeme ein,
mit deren Hilfe mehrere, voneinander unabhängige Betriebssysteme
auf einem PC betrieben werden. Um solch einen PC zu inventarisieren,
ist es notwendig, die Datensätze der einzelnen Betriebssysteme
separat in die Datenbank zu schreiben, diese aber trotzdem als
zu einem Client-PC gehörig zu kennzeichnen; auch dürfen
die Einträge für eine Boot-Variante nicht die der
übrigen überschreiben, wie das bei einigen einfach
er gestrickten Inventory-Systemen der Fall ist. Als weitere
Forderung bestand die separate Erfassung und Anzeige von Software,
die über das Distributions-Tool Netinstall installiert
wurde.
Die Lösung
All diese Kriterien erfüllt die Software LOGINventory von der Münchner
Schmidt´s Login GmbH. Die bei Rohde & Schwarz eingeführte
Lösung ermöglicht das komfortable Inventarisieren
von Rechnerdaten auf Windows-PCs. Berücksichtigt wird hierbei
sowohl die Hardware als auch das Betriebssystem und die installierte
Software. Zeitgesteuert werden die Daten in eine Datenbank (SQL
oder Access) importiert. Das offene Datenbankschema ermöglicht
es, eigene Reportinglisten für die Daten einzurichten und
weitere Datenfelder mit einzubringen. In der Software ist bereits
ein auf der Microsoft Management Console (MMC) basierendes Auswertetool
samt Lizenzverwaltung integriert. Es gibt sowohl einen Scanner,
der innerhalb des Login-Scripts abläuft, als auch einen
Remote-Scanner, der von außerhalb zugreift. Das System
fragt nicht nur die installierte Software ab, sondern auch Release-Stände
und weitere Informationen, etwa die Version der Virensignatur
und der Virenscan-Engine. LOGINventory erkennt und registriert
zudem Software, die über das Software Verteilungs-Tool
Netinstall installiert wurde. Die Möglichkeit, Software
in verschiedene Gruppen zu unterteilen, ist derzeit in Arbeit.
Damit wird sich Software, die für die Auswertungen bei
Rohde & Schwarz nur geringen Informationswert hat, in einer
Untergruppe darstellen lassen, so dass sie nicht unnötig
Platz auf dem Admin-Bildschirm bzw. im Report wegnimmt. Des
weiteren ist es möglich, einzelne Produkte wie beispielsweise
Excel, Word und Powerpoint als Office-Suite zu gruppieren.
Der eindeutige Identifier für einen Rechner kann frei gewählt
werden. Somit kann LOGINventory auch Multiboot-Rechner mit unterschiedlichen
Hostnamen scannen und als einen Rechner identifizieren. Dies
war mit fast keinem Mitbewerberprodukt möglich.
Schneller Scan
LOGINventory benötigt circa 5 Sekunden für die Inventarisierung
eines Rechners. Somit kann täglich das gesamte Netzwerk
bedenkenlos gescannt werden. Die Software arbeitet unabhängig
vom Netzwerkbetriebssystem und wird bei Rohde & Schwarz
weltweit auf 4.500 PCs eingesetzt, davon stehen 2.500 in der
Münchner Firmenzentrale.
Herzstück der Lösung ist ein per Login-Script gesteuerter
Scanner, der täglich die Hard- und Softwaredaten der PCs
erfasst und als Datei auf ein Laufwerks-Share schreibt, auf
dem der angemeldete User Schreibrechte benötigt. Per Script
kann der Admin den Scanner anweisen, zusätzliche Informationen
zu erfassen.
Ein zeitgesteuerter Prozess holt die Daten von den unterschiedlichen
Shares ab und schreibt diese in eine gemeinsame Datenbank. Als
Daten-Repository dienen sowohl eine Access- als auch eine SQL-Server-Datenbank.
Über eine auf der MMC basierende Reportkonsole können
der Admin und die dazu Berechtigten die Daten einsehen. Dabei
lässt sich nach PCs, nach Software oder nach dem Anmeldenamen
sortieren. Die für Softwarelizenzen zuständigen Mitarbeiter
können in der Konsole zu den inventarisierten Produkten
Lizenzinformationen eingeben. Dann sehen sie mit einem Blick,
ob ein Nachkauf von Softwarelizenzen nötig ist –
entsprechende Einträge sind rot gekennzeichnet.
Die Analysefunktionen ermöglichen es dem Admin, Gruppierungen
nach Desktop oder Notebook bzw. nach Betriebssystem zu fahren.
Auch eine Analyse, ob ein Rechner tauglich ist für Windows
XP, wurde bei Rohde & Schwarz erstellt. Zur weiteren Verwendung
all dieser Informationen, werden die aufbereiteten Daten exportiert.
Realisierung
Vor der Entscheidung für LOGINventory wurden verschiedenste
Systeme evaluiert. Dabei zeigte sich, dass sich die geplante
Lösung mit LOGINventory deutlich einfacher realisieren
ließ als mit konkurrierenden Produkten: Nachdem die Freigabe-Shares
für die Datenablage angelegt und die Rechte eingestellt
waren, musste einfach nur der Scanner in das zentrale Login-Script
eingebunden werden. Bereits wenige Minuten später lagen
die ersten Inventardaten auf dem Server. Damit die von Rohde
& Schwarz gewünschten Informationen beim Scan-Prozess
berücksichtigt werden, musste nur die Konfigurationsdatei
des Scanners angepasst werden. Ein über den Taskplaner
zeitlich gesteuerter Batch-Job holt die Daten von den Servern
ab und importiert diese in die zentrale Datenbank. Im nächsten
Schritt heißt es, die Anzahl der erworbenen Software-Lizenzen
für die Lizenzkontrolle einzugeben und die Analyse-Querys
zu erstellen.
Die Installation von LOGINventory ließ sich innerhalb
eines Tages an zehn Standorten von der IT-Abteilung von Rohde
& Schwarz ohne Hilfe des Herstellers realisieren. Um der
Herausforderung mit den Multiboot-Systemen gerecht zu werden,
stellte Schmidt´s Login eine Schnittstelle bereit, über
die eine für Rohde & Schwarz spezifische Erweiterung
eingebunden wird.
Total Cost of Ownership
Das Einsparpotential teilt sich in die Punkte Einsparungen beim
Support und Einsparungen beim Lizenzerwerb auf. Insgesamt sind
die Kosten für die gesamte LOGINventory-Lösung etwa
gleich hoch wie die bisher jährlich anfallenden Wartungskosten
für das früher verwendete Inventarisierungssystem.
Diese Kosten fallen in Zukunft weg, da Schmidt´s Login
weder die Wartung noch den Support in Rechnung stellt. Darüber
hinaus lassen sich weitere Einsparungen erzielen, da LOGINventory
schneller und effektiver als das alte System funktioniert.
Ausblick
Für die Zukunft sind eine Reihe von Verbesserungen und
Erweiterungen geplant. So soll in einer späteren Version
in der Lizenzübersicht unterschieden werden zwischen Software,
die per Person bzw. per Seat lizenziert wurde. Außerdem
sollen die Softwareprodukte aus dem MSDN zusammengefasst werden.
Hohe Priorität haben Scanner für Linux, DOS und Sun Solaris. Außerdem
soll auch die Kommunikation mit SAP, Lotus Notes und Novell
NDS möglich werden, so dass zusätzliche Daten in die
Datenbank eingebunden werden können. Geplant sind darüber
hinaus Erweiterungen beim Reporting.
Fazit
Insgesamt kann man feststellen, dass sich die Einführung
von LOGINventory bereits im ersten Jahr für Rohde &
Schwarz bezahlt gemacht hat. Die Kosten der Software entsprechen
etwa einem Zehntel bis zu einem Fünfzigstel vergleichbarer
Produkte. Die neue Lösung spart nicht nur Kosten, sondern
erlaubt eine präzisere Inventarisierung der Clients.
Die Lösung besticht durch ihre Schnelligkeit, ihre Wirtschaftlichkeit
und durch ihre einfache Handhabung.
Autor: Andreas Hedler, Franz Grieser
Zum Autor: Andreas Hedler ist bei Rohde & Schwarz
für das PC-Client-Management zuständig.
Die Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG ist ein international
agierendes Unternehmen, das sich insbesondere auf Test-
und Messeinrichtungen, Informationstechnologien und Lösungen
zur Funkkommunikation spezialisiert hat. Das Unternehmen
hat seinen Hauptsitz in München. Mit weltweit 5.900
Angestellten sowie Niederlassungen und Zweigstellen in
mehr als 70 Ländern erzielte die Unternehmensruppe
im vergangenen Jahr einen Umsatz von 829 Millionen Euro.
Das Unternehmen ist stark exportorientiert: Mehr als 70
Prozent des Gesamtumsatzes wird außerhalb Deutschlands
generiert.
http://www.rohde-schwarz.com |
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